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  • AutorenbildNoah Hermanns

Tracking & Privatsphäre im Internet - Was Cookies sind & wie sie sich verändern werden


Das digitale Zeitalter hat die Art und Weise, wie wir das Internet nutzen und wie Unternehmen mit uns interagieren, grundlegend verändert. Eine der unsichtbaren Kräfte, die diese Veränderungen ermöglichen, sind Cookies. Diese kleinen Dateien sind allgegenwärtig, oft unbemerkt und spielen eine entscheidende Rolle im Marketing und in der User-Experience. In diesem Artikel erklären wir Dir, was Cookies eigentlich genau machen, welche Unterschiede es gibt, wie das Marketing sie nutzen kann & welche Änderungen es in Zukunft geben wird.


Teil 1: Cookies im Marketing erklärt

Vermutlich wurde jeder, der irgendwann zum ersten Mal, eine Website besucht hat, mit Cookies konfrontiert. Meistens will man sich gar nicht lange damit beschäftigen & gibt den Anbietern gleich alle Rechte - Hauptsache man kann direkt los surfen. Was sind Cookies eigentlich & wie nutzt das Marketing sie?


Technisch gesehen, sind Cookies winzige Textdateien, die auf Deinem Computer, Tablet oder Smartphone gespeichert werden, wenn Du eine Website besuchst. Im Wesentlichen sind Cookies dazu da, das Online-Erlebnis sowohl von den Usern als auch den Website Betreibern zu verbessern.


Verbesserte User Experience:

Erstanbieter-Cookies werden von der besuchten Website selbst erstellt und dienen dazu, Informationen wie Anmeldeinformationen oder Sprachpräferenzen zu speichern. Dies ermöglicht es Dir, Dich auf Websites leichter zurechtzufinden, da sie sich an Deine Präferenzen erinnern. Das nächste Mal, wenn Du auf die Website gehst, ist z.B. die Sprache schon eingestellt & die Login-Informationen schon vorausgefüllt. Solche Kleinigkeiten machen Dir das Nutzen einer Website wesentlich angenehmer.


Verfolgung des Nutzerverhaltens:

Drittanbieter-Cookies hingegen dienen in erster Linie dazu, das Verhalten von Internetnutzern über verschiedene Websites hinweg zu verfolgen. Wenn Du beispielsweise eine Website besuchst, die Drittanbieter-Cookies verwendet, können diese Cookies Informationen über Dein Online-Verhalten sammeln. Das umfasst beispielsweise, welche anderen Seiten Du besuchst, welche Produkte Du Dir ansiehst, wie lange Du auf einer Website verweilst und welche Links Du anklickst. Diese Informationen sind für das Marketing mittlerweile unerlässlich geworden, um z.B. Werbung zu personalisieren.


Mit folgendem Beispiel bist Du sicher vertraut: Du siehst Dir ein bestimmtes Produkt - z.B. Schmuck in einem Online-Shop an. Nachdem Du die Website verlassen hast und auf eine völlig andere Website gehst, wie z.B. eine Sportseite, bekommst Du am Rand immer wieder Werbung von dem Schmuck, den Du Dir im Online-Shop angesehen hast. Dafür sind Drittanbieter-Cookies zuständig & dient der Verfolgung des Nutzerverhaltens.


Teil 2: Erst- und Drittanbieter-Cookies im Fokus

Wie schon in Teil 1 kurz erwähnt, gibt es einen Unterschied zwischen Erst- und Drittanbieter-Cookies. Wie funktionieren sie genau?


Erstanbieter-Cookies:

Erstanbieter-Cookies sind kleine Textdateien, die von der Website erstellt werden, die du gerade besuchst. Anders als Drittanbieter-Cookies, die von externen Dienstleistern erstellt werden, sind Erstanbieter-Cookies direkt mit der besuchten Website verbunden.


Funktion und Verwendung:

  1. Verbesserte Benutzererfahrung: Erstanbieter-Cookies werden häufig verwendet, um Informationen über Dich auf der Website zu speichern. Dazu gehören beispielsweise Deine Anmeldeinformationen, Sprachpräferenzen, individuelle Einstellungen und der Inhalt Deines Warenkorbs in einem Online-Shop. Diese Cookies dienen dazu, Dein Online-Erlebnis zu personalisieren und zu vereinfachen. Stell Dir vor, Du müsstest dich bei jeder Seite, die du auf einer Website besuchst, erneut anmelden. Erstanbieter-Cookies ermöglichen es, dass du eingeloggt bleibst.

  2. Sitzungsverwaltung: Erstanbieter-Cookies werden oft für die Verwaltung von Sitzungen verwendet. Wenn Du Dich auf einer Website anmeldest, wird normalerweise ein Erstanbieter-Cookie erstellt, um deine Sitzung zu verfolgen. Dies ermöglicht es der Website, Dich als denselben Benutzer zu erkennen, während Du von einer Seite zur anderen navigierst. Es stellt sicher, dass die Website Deine Aktivitäten zusammenfasst und Dich nicht erneut auffordert, Dich anzumelden.

  3. Tracking von Website-Aktivitäten: Erstanbieter-Cookies können auch verwendet werden, um Informationen über Dein Verhalten auf einer bestimmten Website zu sammeln. Dies kann für Website-Analysen nützlich sein, um zu verstehen, welche Seiten am häufigsten besucht werden, wie lange Nutzer auf der Website verweilen und welche Aktionen sie ausführen. Diese Informationen helfen Website-Betreibern, ihre Websites zu optimieren und den Bedürfnissen der Nutzer besser gerecht zu werden.

Privatsphäre und Datenschutz: Erstanbieter-Cookies sind in der Regel weniger umstritten in Bezug auf den Datenschutz im Vergleich zu Drittanbieter-Cookies. Dies liegt daran, dass sie hauptsächlich für Zwecke verwendet werden, die die Benutzererfahrung auf der jeweiligen Website verbessern. Dennoch sind Datenschutzbedenken wichtig, und es ist entscheidend, dass Website-Betreiber transparent sind und deine Einwilligung einholen, wenn Erstanbieter-Cookies zur Erfassung von personenbezogenen Daten verwendet werden.


Zusammenfassend gesagt, sind Erstanbieter-Cookies essenziell für die Verbesserung deiner Benutzererfahrung und ermöglichen es Website-Betreibern, die Interaktion mit ihren Besuchern zu personalisieren und zu vereinfachen. Sie werden hauptsächlich für Sitzungsverwaltung und die Speicherung von Informationen auf der Website verwendet.


Drittanbieter-Cookies:

Diese Cookies hingegen, werden nicht von der Website erstellt, die Du gerade besuchst, sondern von externen Dienstleistern, die in der Regel im Hintergrund agieren. Diese Dienstleister können Werbenetzwerke, Analyseunternehmen oder andere Anbieter von Online-Diensten sein.


Verfolgung des Nutzerverhaltens: Drittanbieter-Cookies dienen in erster Linie dazu, das Verhalten von Internetnutzern über verschiedene Websites hinweg zu verfolgen. Wenn Du beispielsweise eine Website besuchst, die Drittanbieter-Cookies verwendet, können diese Cookies Informationen über Dein Online-Verhalten sammeln. Das umfasst beispielsweise, welche Seiten Du Besuchst, welche Produkte Du Dir ansehen, wie lange Du auf einer Website verweilst und welche Links Du anklickst.


Bedeutung für das digitale Marketing:

  1. Personalisierte Werbung: Die gesammelten Daten werden von Werbetreibenden und Website-Betreibern genutzt, um personalisierte Werbung zu schalten. Wenn ein Drittanbieter-Cookie erkennt, dass Du Dich für bestimmte Produkte oder Themen interessierst, kannst Du gezieltere Anzeigen sehen, die auf Deine Interessen zugeschnitten sind. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Du auf diese Anzeigen klickst oder Produkte kaufst.

  2. Analysen: Drittanbieter-Cookies spielen auch eine wichtige Rolle bei der Erfassung von Analysedaten. Website-Betreiber können die gesammelten Informationen verwenden, um die Leistung ihrer Website zu bewerten, das Benutzerverhalten zu verstehen und Optimierungen vorzunehmen. Dies ermöglicht es Unternehmen, ihre Websites an die Bedürfnisse und Vorlieben der Nutzer anzupassen.

Privatsphäre und Datenschutz: Die Verfolgung des Nutzerverhaltens über Drittanbieter-Cookies ist jedoch auch mit Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Privatsphäre verbunden. Da diese Cookies Informationen über das Online-Verhalten sammeln und oft für gezielte Werbung verwendet werden, haben einige Nutzer Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs ihrer Daten und ihrer Privatsphäre.


Es ist wichtig zu beachten, dass diese Praktiken zunehmend im Fokus der Datenschutzregulierung stehen, was zu Änderungen in der Art und Weise führt, wie Drittanbieter-Cookies genutzt werden. Unternehmen sind aufgefordert, transparenter und vorsichtiger bei der Verwendung von Nutzerdaten zu sein, um den Datenschutzanforderungen gerecht zu werden und das Vertrauen der Verbraucher zu wahren.


Teil 3: Google und die Zukunft der Cookies

Google hat 2020 angekündigt, dass es Drittanbieter-Cookies bis 2023 in seinem Chrome-Browser deaktivieren wird. Mittlerweile wurde diese Deadline in die zweite Jahreshälfte von 2024 verschoben. Die Alternative, die Google entwickelt, nennt sich "Privacy Sandbox" und zielt darauf ab, die Privatsphäre der Nutzer besser zu schützen, während gleichzeitig Werbetreibende und Website-Betreiber in der Lage sind, personalisierte Anzeigen zu schalten.

  • Privacy Sandbox: Stell dir vor, Privacy Sandbox ist wie eine Art Geheimnisgruppe. Anstatt jede einzelne Person individuell zu verfolgen, werden die Nutzer in anonyme Gruppen aufgeteilt. Das bedeutet, dass deine persönlichen Daten nicht mehr so leicht von Werbetreibenden verwendet werden können & Dir mehr Datenschutz gewährleistet werden kann.

  • Auswirkungen auf das Marketing: Marketer, die Anzeigen schalten, haben es nun nicht mehr so leicht Daten individuell genauestens, auszuwerten & müssen sich an diese Veränderungen anpassen. Sie werden wahrscheinlich mehr auf die Art und Weise achten, wie und wo Anzeigen geschaltet werden. Das bedeutet, dass die Art und Weise, wie Werbung personalisiert wird, sich ändern wird.

  • Auswirkungen auf die User: Nutzer profitieren zum einen davon, dass sie weniger nachverfolgt werden können, wenn sie Websites besuchen. Dies bietet einen Nutzer können erwarten, weniger nachverfolgt zu werden, wenn sie Websites besuchen. Dies bietet einen verbesserten Datenschutz. Auf der anderen Seite kann dies jedoch auch dazu führen, dass personalisierte Werbung weniger präzise wird.

Insgesamt ist die Welt der Cookies im Wandel. Während der Schutz der Privatsphäre der Nutzer an Bedeutung gewinnt, erfordert dies von Unternehmen, sich auf neue Ansätze im Marketing und auf alternative Methoden zur Zielgruppenansprache einzustellen. In diesem Prozess ist es von entscheidender Bedeutung, die Balance zwischen personalisierter Werbung und Datenschutz zu finden, um das Online-Erlebnis für alle Beteiligten zu optimieren. Bezogen auf die immer größeren Datenmengen, die im Internet im Umlauf sind, macht Google jedoch vermutlich einen Schritt in die richtige Richtung.


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